Die Windows 7 Spracherkennung ist wirklich nicht schlecht. Ich hatte sie eigentlich schon komplett ignoriert, als ich neulich zufällig mal in der Systemsteuerung in den Audio-Settings unterwegs war. Plötzlich bin ich dann über die Sprachsteuerung gestolpert und bin quasi hängen geblieben. Wenn man das Ganze gezielter aufrufen möchte, so geht das über die Menükette "Start / Systemsteuerung / Erleichterte Bedienung / Spracherkennung". Ich hatte gerade ein paar Minuten Zeit und muss sagen, dass diese gut investiert war: Die Spracherkennung von Windows 7 überrascht wirklich überaus positiv!
Es empfiehlt sich dringend nach Aktivierung der Spracherkennung das kurze geführte Einweisungsprogramm durchzuführen, welches einem sofort angeboten wird, denn einerseits kriegt man auf diese Art und Weise die wichtigsten Elemente und Befehle der Sprachsteuerung vermittelt, andererseits kriegt die Sprachsteuerung so die erste wichtige Gelegenheit, sich auf das individuelle Stimmmuster des Benutzers einzustellen.
Es heißt "Jetzt zuhören" und nicht "Zuhören starten"!
Man muss im Ergebnis feststellen, dass die Erkennungsrate der Spracherkennung wirklich sehr gut ist, selbst bei meiner nuscheligen und schnellen Aussprache. Einen realistischen Eindruck vermittelt das YouTube-Video von WindowsBlog.at. Die Bedienbarkeit ist so gut, dass die ganze Angelegenheit wirklich im Alltagseinsatz brauchbar ist. Gerade wegen dieser guten Erkennungsrate hat mich ein Umstand bis kurz vor den Wahnsinn getrieben! Und zwar kann man mit dem gesprochenen Befehl "Nicht mehr zuhören" der Spracherkennung anweisen, in eine Art Ruhemodus zu wechseln, in welchem sie alles Gesprochene des Benutzers bis auf Weiteres ignoriert.
Um von diesem Ruhemodus dann wieder zurück in den aktiven Befehls- bzw. Diktiermodus zu wechseln, soll man laut Hilfe, Einweisungsprogramm und sogar nach Anzeige des Spracherkennungsfensters selbst (siehe Beweisfoto) den Sprachbefehl "Zuhören starten" sagen. Wenn man das jedoch macht, quittiert das die Spracherkennung mit einem prompten "Wie bitte?", der Befehl wurde also nicht erkennt. Man kann sich dann drehen und wenden wie man möchte, die Spracherkennung akzeptiert den Befehl einfach nicht.
Beweisbild: Die Spracherkennung hält einem zum Narren!

Ich konnte es schlicht nicht glauben und habe daraufhin schließlich irgendwann im Internet nach einer Lösung gesucht, da meine Aussprache dieses Befehls inzwischen so glockenklar über meine Lippen kam, dass es daran einfach nicht mehr liegen konnte. Und siehe da, es ist so einfach: Der Sprachbefehl "Zuhören starten" ist schlicht und einfach falsch! Ja, richtig gelesen! Er ist falsch und das Programm selbst sowie die Hilfe geben hierzu eine unkorrekte Auskunft. Richtig ist stattdessen der Sprachbefehl "Jetzt zuhören"! Und siehe da: ein kleines Bestätigungsgeräusch erklingt und alles klappt wunderbar.
Woher soll man das nur wissen?
Wie dieser Fehler passieren konnte, bleibt wohl ein Geheimnis des Lokalisierungsteams bei Microsoft.
Der Gesamteindruck bleibt jedoch positiv.